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Erste Zeit mit Baby: Warum Perfektion überbewertet ist (und dein Baby echtes Chaos liebt)

  • Autorenbild: Monique Sicking-Wiese
    Monique Sicking-Wiese
  • vor 3 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Wenn man den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält, malt man sich die Zukunft oft in den schönsten Pastelltönen aus. Man sieht sich im sanften Schaukelstuhl sitzen, das Baby schläft friedlich im Häkelkörbchen, im Hintergrund brennt eine Duftkerze und man selbst liest entspannt ein Buch, während man sanft lächelt.

Willkommen in der Realität: Die Duftkerze brennt, weil seit drei Tagen niemand gelüftet hat, im Waschbecken stapeln sich die Fläschchen, und du fragst dich ernsthaft, ob das Wort „Schlaf“ eigentlich nur ein Mythos ist, den sich Eltern zur Abschreckung erzählen.



erste Zeit mit Baby



Die rosarote Brille hat einen Sprung – und das ist gut so!


Niemand redet gerne über die Schattenseiten diese ersten Zeit mit Baby. Über die Tränen, wenn das Baby einfach nicht aufhören will zu weinen. Über das Gefühl der vollkommenen Überforderung, wenn man um 3 Uhr nachts auf dem Boden des Kinderzimmers sitzt und nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Der Hormonsturz tut sein Übriges, und plötzlich steht man da zwischen tiefster Verzweiflung und einer Liebe, die so gigantisch ist, dass es fast schmerzt.

Plötzlich ist da dieser kleine Mensch, der komplett von dir abhängig ist. Jedes Quengeln, jeder Seufzer und jede unruhige Minute lassen dich fragen, ob du alles richtig machst. Du vergleichst dich im Halbschlaf mit anderen, die scheinbar den perfekten Familienalltag managen, während du zum dritten Mal am Tag dein Oberteil wechseln musst.

Diese Ambivalenz – dieses gleichzeitige Gefühl von „Ich liebe dieses kleine Wesen mit jeder Faser meines Herzens“ und „Ich will einfach nur mal fünf Minuten schlafen und meine Ruhe haben“ – gehört zum Mama-Sein absolut dazu. Aber sie findet auf Instagram oder in Hochglanz-Ratgebern kaum statt. Dort wird uns vorgeguckt, dass alles leicht, fluffig und perfekt sein muss.



Schlafendes Neugeborenes im weißen Strickanzug mit Mütze auf weißem Hintergrund, Schild mit hello world



Aus diesem Grund sollten wir in der erste Zeit mit Baby aufhören, Perfektion zu erwarten


Genau dieser gesellschaftliche Druck zieht sich oft auch durch, wenn es um Erinnerungen und Fotos geht. Viele werdende Mütter machen sich unglaubliche Sorgen vor ihrem ersten Fotoshooting. Sie googeln tagelang, was sie anziehen sollen, wie das Baby liegen muss, und haben insgeheim Panik, dass ihr Kind unartig sein könnte, weil es weint oder beim Termin einfach nicht zur Ruhe kommt.

Lass uns diesen unsichtbaren Rucksack aus Perfektionismus und Erwartungshaltung gemeinsam einmal feierlich aus dem Fenster werfen.

Dein Baby muss bei einem Fotoshooting nicht „funktionieren“. Es muss kein kleines Püppchen sein, das stundenlang starr in einer perfekten Pose daliegt. Ein Neugeborenes ist ein kleines, empfindsames Wunder, das gerade erst in dieser lauten, hellen Welt angekommen ist. Es darf müde sein, es darf Hunger haben, sich zwischendurch mal lautstark melden und ja – es darf natürlich auch weinen. Das ist keine Störung des Ablaufs, sondern pure Natur.



Schlafendes Neugeborenes im beigen Strampler in einer weißen Schale mit Tuch auf weißem Hintergrund.



Warum du die Fotos in 10 Jahren lieben wirst


Wenn du in zehn Jahren in deinem Fotoalbum blätterst, wirst du nicht denken: „Ach, schau mal, wie ordentlich die Kissen lagen.“

Du wirst sehen:

  • Wie winzig der Kopf deines Kindes damals in deine eine Hand passte.

  • Wie intensiv der Papa sein Wunder angesehen hat.

  • Wie viel Liebe (und ja, auch ein bisschen Schlafmangel) in diesen ersten Wochen in der Luft lag.


Du musst nicht perfekt sein. Dein Baby muss nicht funktionieren. Ihr müsst einfach nur da sein – mit all eurer Liebe, eurer Müdigkeit und echten Emotionen.

Und den Rest? Den machen wir gemeinsam. Ganz ohne Druck.




Schlafendes Baby im beigen Strampler in weißer Korbwiege mit Teddybär; Holzbuchstaben Liam auf hellem Hintergrund.


Das echte Leben lässt sich nicht inszenieren


Wenn ich Familien bei mir im Studio in Heiden begrüße, merke ich oft nach den ersten Minuten, wie die Anspannung langsam von den Eltern abfällt. Weil sie spüren: Hier muss niemand eine Rolle spielen. Hier muss niemand perfekt sein.

  • Es gibt keinen Zeitplan, der euch hetzt: Wenn das Baby nach zwanzig Minuten wieder Hunger hat, wird eben gestillt. So oft, wie es das kleine Bäuchlein gerade braucht.

  • Es ist völlig vollkommen egal, ob die Nacht kurz oder nichtexistent war: Dafür stehen frischer Kaffee, kleine Snacks, Getränke und gemütliche Kissen bereit, um durchzuatmen.

  • Das Chaos gehört dazu und macht es echt: Die schönsten Bilder entstehen ohnehin nicht dann, wenn alle steif und starr in die Kamera grinsen. Sie entstehen im echten Leben, im Zwischendurch.

Es ist dieser magische Moment, in dem der Papa das winzige Bäuchlein anpustet und das Baby zum ersten Mal ganz unbewusst im Schlaf lächelt. Es ist der Augenblick, in dem du dein Kind erschöpft, aber mit einer unbändigen, stolzen Kraft an deine Brust drückst. Diese ungestellten Blicke, diese zarten Berührungen, die Wärme eurer Hände – das ist es, was zählt und was euch später zu Tränen rühren wird.



Schlafendes Neugeborenes im weißen Strampler auf flauschigem, beige-farbenem Fell, friedlich und entspannt.




Was bleibt, wenn der Trubel verblasst


Die turbulente Wochenbettzeit zieht an uns vorbei wie im Zeitrafferraum. Einerseits zieht sich jede einzelne Nacht gefühlt unendlich lang hin, andererseits wunderst du dich nach gefühlten drei Tagen, warum dein Baby plötzlich schon aus der ersten Kleidergröße herausgewachsen ist. Die winzigen Füße, der zarte Flaum auf dem Kopf, das leise Schmatzen im Halbschlaf – diese Dinge verblassen im Alltag viel zu schnell in der Erinnerung.

Deshalb machen wir diese Fotos. Nicht, damit sie für ein Hochglanz-Magazin taugen oder auf Social Media zig tausend Likes abräumen. Sondern ganz allein für dich und deine Familie.



Lächelnde Familie mit Mutter, Vater, Sohn und Neugeborenem vor hellem Studiohintergrund, alle in hellen Oberteilen.

Damit du in zehn Jahren das schwere Fotoalbum aufschlägst, lächelst und zu deinem fast schon großen Schulkind sagen kannst: „Schau mal, wie unglaublich winzig du damals warst – und wie unfassbar grenzenlos geliebt.“

Du machst das großartig. Genau so, wie du bist. Mit all dem Trubel, der Erschöpfung, dem Kaffeedunst und der unendlichen Liebe, die dein Herz fast zum Überlaufen bringt.



Möchtest du diese ganz echten, ungestellten Momente für deine Familie festhalten – ganz egal, wie chaotisch der Alltag gerade ist? Schreib mir gerne direkt hier und wir finden euren Termin.



 
 
 

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